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Anmerkungen
Mit Medien gegen Gewalt
Gerangel unter Jugendlichen gilt seit jeher als normal, jeder kennt es aus der eigenen Adoleszenz. Dennoch empfindet die Bevölkerung diese Balgereien schon lange nicht mehr als harmlos, sondern geradezu als Gewaltexzesse.
Hört man sich in seinem Umfeld um, ist fast jeder schon Zeuge von Gewalt bei Jugendlichen oder Kindern gewesen: Etwa die Oma, die neben einer Schule wohnt und jeden Morgen beobachtet, wie 10-jährige ihre Mitschüler körperlich traktieren. 
Je älter die Schüler sind, desto gemeiner sind die Mobbingaktionen.
Sicher: Das ist keine Erfindung unseres Zeitalters. Auffällig ist dennoch, dass immer jüngere Kinder und Jugendliche zu Tätern werden und sie bei ihren Taten zunehmend hemmungsloser und brutaler vorgehen. Immer häufiger zeigt sich bei den Taten auch eine grundsätzliche Missachtung fremden Eigentums. Unter diesen Umständen drängt die Frage auf, was aus dem jetzt 10-jährigen wird, wenn er in die Pubertät kommt. Ist der Weg zur Jugendkriminalität bereits vorgezeichnet? Bei der Bevölkerung ruft es jedenfalls stets großes Erschrecken hervor, das nicht mehr nur kleine - deswegen aber nicht weniger harmlose - Mutproben in Form von Ladendiebstählen o.ä. begangen werden, sondern Taten florieren, die aufgrund ihrer Schwere, Brutalität und hemmungsloser Durchführung hervorstechen. Hier kann zwar Entwarnung gegeben werden, da der Übergang vom Kind zum Erwachsenen es mit sich bringt, dass Grenzen ausgetestet und mitunter übertreten werden. Die Mehrheit der Jugendlichen bewegt sich während ihrer Pubertät immerhin gewöhnlich innerhalb der gesellschaftlichen Schranken. Die Wenigsten derjenigen, die heute Kopfnüsse verteilen, werden morgen an der nächtlichen U-Bahn-Station einen Passanten zusammenschlagen. Dennoch ist das kein Grund zur Verharmlosung. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen vergleicht Jugendgewalt mit einer Fieberkurve der Gesellschaft: Und das Fieber unserer Gesellschaft nimmt stetig zu. Zwar ist in den vergangenen Jahren die Anzahl der jugendlichen Tatverdächtigen und Verurteilten laut Statistischem Bundesamt leicht zurückgegangen, aber die Zahl hat noch immer ein erschreckend hohes Niveau. Was wird dagegen unternommen? Jugendliche Kriminalität ist seit einigen Jahren in den Medien sehr präsent und damit auch zunehmend in den Blickpunkt der Gesellschaft geraten. Die Polizei ist ständig auf der Suche nach neuen Präventionsansätzen zur Vermeidung von Gewalt im öffentlichen Raum. Die Gesellschaft und staatliche Institutionen nehmen sich also dieses Problems an.
Jugend